Sehenswürdigkeiten im Harz
Grube Samson
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Grube Samson in St. Andreasberg

Die Grube Samson ist ein historisches Silberbergwerk in St. Andreasberg im Oberharz. Sie gehörte während ihrer Betriebszeit mit der größten Tiefe von 840 Metern zu den tiefsten Bergwerken ihrer Zeit. Seinen Ursprung findet der Bergbau in St. Andreasberg im Jahr 1487. Wann genau die erste Betriebsperiode der Grube Samson begann, lässt sich mangels Quellen nicht genau ermitteln, wird aber auf das Jahr 1520 geschätzt. 1560 erlebte der Bergbau in St. Andreasberg seine erste Blütezeit mit guten Ausbeuten, gefolgt von starken Einschnitten bis hin zum kompletten Stillstand. Das Problem war der Wassermangel, bedingt durch geringe Niederschläge und Frost. Durch den Bau des Neuen Rehberger Grabens (1699-1703) wurde das Problem des Wassermangels gelöst und ab diesem Zeitpunkt erlebte der Bergbau in St. Andreasberg bis zum Jahr 1730 mit einer jährlichen Silbergewinnung von bis zu 2000 kg seine zweite Blütezeit. Nachdem die Erträge immer schlechter wurden (1909 nur noch 90 kg), wurde sie im Jahr 1910 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.

Foto: © JuTe CLZ, Wikimedia Commons

Heute zeigt das Bergwerksmuseum Grube Samson Bergbautechnik aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die teilweise noch im Originalzustand erhalten ist. Dies war der Anlass, dass die "American Society of Mechanical Engineers" sie in die Liste der internationalen historischen Maschinenbaudenkmäler aufgenommen hat. In dem alten Schachtgebäude kann man ein hölzernes Fördergerüst mit einer Rettungs- und einer Erzstonne sowie die letzte erhaltene und auch funktionsfähige Fahrkunst der Welt besichtigen. Weitere Informationen zu dieser Sehenswürdigkeit im Harz finden Sie im Internet unter www.grube-samson.de oder auch telefonisch unter 0 55 82/12 49.